BOTTICELLI
Städel Museum
Städel Museum

Sandro Botticelli (um 1445–1510) ist zu einem Markenzeichen der italienischen Renaissance geworden. Ideale Schönheit und heitere Festlichkeit machen seine Werke zum Inbegriff der Florentiner Kunst im Goldenen Zeitalter der Medici. Mit seiner Bildniskunst begründete er ein weibliches Schönheitsideal. Mit der Ausschmückung der Paläste seiner Auftraggeber gab er entscheidende Impulse für die Gestaltung der verschiedenen Lebensbereiche.

Das stilprägende Auftreten von Sandro Botticelli wird in der Ausstellungskampagne in ein zeitgemäßes Erscheinungsbild übertragen. Die Untertitel Beauty, Accessoires, Interiors oder auch For Men sind freilich nicht nur dem Jargon der Mode- und Lifestyle-Welt entnommen, sondern beziehen sich immer auch auf einen für die Kunst Botticellis bedeutsamen Aspekt. So spielt beispielsweise Haute Couture im Zusammenhang mit der „Anbetung des Kindes“ aus Edinburgh auf die Hoheit Mariens als der vornehmsten Frau unter den Heiligen an. Im Bild trägt sie einen Mantel, der ganz in Blau, dem kostbarsten und teuersten aller Pigmente, gehalten ist.

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